Verantwortlich zeichnet das Duisburger Architektur- und Planungsbüro aib, das die Generalplanung des Schulungszentrums übernommen hatte. Entstanden ist ein repräsentativer Gebäudekomplex auf einem Grundstück von 5.000 m2: Die bebaute Fläche nimmt davon 2.565 m2 ein, die Außenanlagen 2.435 m2.
Die besondere Herausforderung für das Büro aib bestand darin, das vielfältige Raumprogramm in eine funktionierende Struktur mit anspruchsvoll gestalteten Räumen zu überführen. Gleichzeitig sollte ein Bezug zum Bestand hergestellt werden. Aufgrund der gemeinsamen Nutzung wirkt die Academy als verbindendes Element zwischen benachbarten Gebäuden der Fertigung und der Hauptverwaltung.
Der Wunsch des Auftraggebers, Sachliches und Dynamisches miteinander zu verbinden, ist in der Gebäudeform und im Inneren deutlich zu erkennen. Der dreigeschossige Bau besticht durch seine klaren Linien und die gläserne Fassade. Im Erdgeschoss befindet sich der Eingang, der aufgrund der Topografie des Grundstücks über eine Brücke zu erreichen ist. Büros für die Seminarleiter und acht flexible Seminarräume für unterschiedlich große Gruppen befinden sich im Erd-, aber auch im Obergeschoss. Das Untergeschoss wird als Ausstellungsfläche für das TurboTech Forum genutzt. In der neuen Werkshalle, die sich über alle drei Geschosse erstreckt, werden sowohl an Originalturbinen und -maschinen als auch an realistischen Simulatoren Schulungen abgehalten. Ideal für die Seminarteilnehmer: Sie werden unter realen Bedingungen in Handhabung und Wartung geschult.
Der Bauherr legt zwar großen Wert darauf, dass je nach Standort jedes Gebäude seine eigene architektonische Identität besitzt. Genauso wichtig ist ihm aber der Wiedererkennungswert. Kunden müssen weltweit das Gefühl haben zu wissen, auf welches Unternehmen sie zugehen: MAN. Deshalb sollte das Corporate Design des Konzerns architektonisch festgelegt werden.
Helle Farben prägen die Gebäude weltweit – und natürlich auch die Academy in Oberhausen. Außen und innen dominiert die Farbe Weiß. Silber und Grautöne setzen Akzente in der Innenraumgestaltung. Im Ausstellungsraum kam das neue MAN-Rot zum Einsatz. Dazu passend fiel die Entscheidung der Architekten auf das Schalterprogramm Gira E2. Seine geradlinige Form besticht durch Eleganz und Leichtigkeit. Auch die Beleuchtung spielt im gesamten Gebäude eine wesentliche Rolle. Neben punktuell eingesetzten Leuchten, die Motoren und Turbinen in der Werkshalle inszenieren, setzten die Architekten gezielt Flächenbeleuchtung ein. Die großen Fenster sorgen zudem für eine natürliche Belichtung.